Die degressive Abschreibung setzt einen festen Prozentsatz vom jeweiligen Restbuchwert an — hohe Beträge am Anfang, fallende danach. Für Anschaffungen zwischen dem 1. Juli 2025 und dem 31. Dezember 2027 gilt sie mit bis zu 30 Prozent: das größte Investitions-Steuerfenster seit Jahren.
← Alle Begriffe im Steuer-GlossarDie degressive AfA rechnet immer vom verbleibenden Buchwert: Bei 30 % und 100.000 Euro Anschaffung sind es im ersten Jahr 30.000, im zweiten 21.000, im dritten 14.700 Euro — nach drei Jahren sind zwei Drittel verarbeitet, wie die Tabelle rechts zeigt. Die lineare Methode hätte erst 30.000 Euro geschafft.
Der optimale Wechselzeitpunkt: Sobald die lineare AfA auf den Restbuchwert (verteilt auf die Restnutzungsdauer) höher wäre als die degressive Rate, wird gewechselt — das rechnet die Anlagenbuchhaltung automatisch. So kombiniert man den schnellen Start mit der vollständigen Abschreibung.
Wann degressiv die falsche Wahl ist: in Verlustjahren oder bei Gewinnen unterhalb der Progression — dort verpufft der vorgezogene Aufwand. Wer 2026 wenig verdient, aber ab 2028 hohe Gewinne erwartet, fährt linear (oder mit späterem Kauf) besser. Die Methodenwahl gilt je Wirtschaftsgut — sie ist eine jährliche Gestaltungsentscheidung, kein Automatismus.