Gesellschafter-Geschäftsführer · Tarif 2026 + KSt-Staffel

Gehalt oder Ausschüttung?
Der Netto-Vergleich.

Die Dauerfrage jedes GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers: Zusätzliches Geld als Gehalt (Betriebsausgabe, aber Tarif-ESt) oder als Ausschüttung (erst GmbH-Steuern, dann Abgeltungsteuer)? Der Rechner vergleicht beide Wege — mit Ihrem Hebesatz und der KSt-Senkung ab 2028.

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Ihre Eingaben
Netto-Vorteil des besseren Wegs
Netto als Gehalt (SV-frei als beherrschender GGF)
Netto als Ausschüttung (Abgeltungsteuer)
Rechenweg

Annahmen: beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer (sozialversicherungsfrei), Gehalt in angemessener Höhe (sonst verdeckte Gewinnausschüttung), Ausschüttung mit Abgeltungsteuer 25 % + Soli (ohne Kirchensteuer, ohne Teileinkünfte-Option), keine Gewerbesteuer-Hinzurechnungen. Rechtsgrundlagen: § 32a EStG, SolzG, KStG (Staffel ab 2028), GewStG, § 32d EStG. Unverbindliche Orientierung.

01Die Mechanik

Zwei Wege, zwei Steuerwelten.

Weg 1 — Gehalt: Jeder Euro Geschäftsführergehalt ist Betriebsausgabe und mindert den GmbH-Gewinn — die GmbH zahlt darauf keine Körperschaft- und Gewerbesteuer. Dafür versteuern Sie ihn persönlich mit dem Tarif: Bei höheren Einkünften sind das 42 % plus Soli am Rand. Als beherrschender GGF sind Sie immerhin sozialversicherungsfrei. Wichtig: Das Gehalt muss angemessen sein — sonst droht die verdeckte Gewinnausschüttung.

Weg 2 — Ausschüttung: Der Gewinn wird erst in der GmbH versteuert (KSt + Soli + Gewerbesteuer, 2026 zusammen rund 30 %), der Rest fließt mit 26,375 % Abgeltungsteuer an Sie. Die Doppelbelastung wirkt abschreckend — aber mit der KSt-Senkung ab 2028 verschiebt sich die Rechnung Jahr für Jahr zugunsten der Ausschüttung. Meist ist die Antwort ein Mix: Grundgehalt bis zum Ausreizen der günstigen Tarifzonen, darüber Ausschüttung oder Thesaurierung. Den optimalen Punkt bestimmen wir in der Beratung.

02Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Was ist steuerlich günstiger — Gehalt oder Ausschüttung?
Es hängt an Ihrem persönlichen Grenzsteuersatz und dem Hebesatz der GmbH: Bei niedrigem übrigem Einkommen gewinnt fast immer das Gehalt (Tarif unter der Doppelbelastung), bei hohem Einkommen nähern sich beide Wege an — und ab 2028 macht die sinkende Körperschaftsteuer die Ausschüttung schrittweise attraktiver. Der Rechner oben zeigt Ihren konkreten Kipppunkt.
Warum zahle ich als Gesellschafter-Geschäftsführer keine Sozialversicherung?
Beherrschende GGF (i. d. R. ab 50 % Beteiligung oder mit Sperrminorität und entsprechender Rechtsmacht) sind sozialversicherungsrechtlich Selbstständige. Das macht das Gehalt im Vergleich zum normalen Arbeitnehmer deutlich effizienter — erfordert aber eigene Kranken- und Altersvorsorge.
Kann ich statt Abgeltungsteuer das Teileinkünfteverfahren wählen?
Ja, auf Antrag ab 25 % Beteiligung (oder 1 % plus berufliche Tätigkeit für die GmbH): Dann sind 60 % der Ausschüttung mit dem persönlichen Satz steuerpflichtig — dafür sind 60 % der Werbungskosten (z. B. Finanzierungszinsen für den Anteilskauf) abziehbar. Lohnt vor allem bei fremdfinanzierten Beteiligungen.
Was hat die Tantieme damit zu tun?
Die Tantieme ist Gehaltsbestandteil und teilt dessen Steuerlogik — sie macht die Vergütung gewinnabhängig flexibel. Das Finanzamt akzeptiert sie aber nur in Grenzen (Faustregel: maximal 25 % der Gesamtbezüge, Gesamtausstattung angemessen), sonst kippt der überschießende Teil in die verdeckte Gewinnausschüttung.
Fatma Tabak-Özkul — Steuerberaterin, TABAK Steuerberatung Mannheim

Fachlich geprüft von Fatma Tabak-Özkul, Steuerberaterin und Inhaberin der TABAK Steuerberatung, Mannheim. Tarif, Abgeltungsteuer und KSt-Staffel nach Gesetzesstand 2026.

Der optimale Mix ist selten 0 oder 100. Wir finden Ihren Kipppunkt. Erstgespräch kostenlos.

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