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UG (haftungsbeschränkt) einfach erklärt.

Die Mini-GmbH ab 1 Euro Stammkapital: steuerlich eine vollwertige Kapitalgesellschaft — mit Anspar-Pflicht und einigen Praxis-Tücken.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Gründung: ab 1 € Stammkapital (praktisch sinnvoll: einige tausend Euro), mit Musterprotokoll besonders günstig; nur Bargründung.
  • Anspar-Pflicht: 25 % des Jahresüberschusses in die gesetzliche Rücklage, bis 25.000 € erreicht sind — dann ist die Umfirmierung zur GmbH möglich.
  • Steuern: identisch mit der GmbH — Körperschaftsteuer (15 %, ab 2028 sinkend), Soli, Gewerbesteuer; Ausschüttungen mit Abgeltungsteuer.
  • Pflichten in voller Härte: Bilanzierung, Jahresabschluss, Offenlegung, Handelsregister — die „kleine“ UG spart nur beim Kapital, nicht bei der Verwaltung.
  • Reputation: Der Zusatz „(haftungsbeschränkt)“ ist Pflicht — und signalisiert Geschäftspartnern dünne Kapitaldecke.
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Die UG ist eine echte Kapitalgesellschaft — im Guten wie im Teuren.

Steuerlich gibt es keinen Unterschied zur großen Schwester: Die UG zahlt Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer wie jede GmbH (unser Kapitalgesellschafts-Rechner gilt eins zu eins), Geschäftsführergehalt und Ausschüttungsfragen funktionieren identisch — inklusive der Fallen wie verdeckter Gewinnausschüttung. Auch der Verwaltungsaufwand ist der volle: Bilanz, Abschluss, Offenlegung.

Praxis-Tipps: Nicht mit 1 € gründen (die erste Rechnung macht sonst insolvenzreif), die 25-%-Rücklage sauber buchen, und die Umfirmierung zur GmbH aktiv angehen, sobald 25.000 € erreicht sind — fürs Standing und bessere Konditionen. Ob UG, GmbH oder doch Personengesellschaft zum Geschäftsmodell passt, klärt die Rechtsformberatung — gern mit Blick auf die sinkende KSt ab 2028.

02Häufige Fragen

UG (haftungsbeschränkt) — kurz beantwortet.

Wie viel Stammkapital braucht die UG wirklich?
Rechtlich 1 € — betriebswirtschaftlich so viel, dass Gründungskosten und Anlaufphase gedeckt sind (üblich: 1.000 bis 5.000 €). Eine UG, deren Verbindlichkeiten das Vermögen übersteigen, ist insolvenzantragspflichtig — das passiert mit 1 € Kapital schon durch die Notarrechnung.
Wann wird die UG zur GmbH?
Nicht automatisch: Sobald Stammkapital plus gesetzliche Rücklage 25.000 € erreichen, kann die Gesellschafterversammlung die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln beschließen und zur „GmbH“ umfirmieren — Notar und Registereintrag inklusive. Die Anspar-Pflicht endet erst mit diesem Schritt.
Zahlt die UG weniger Steuern als ein Einzelunternehmen?
Sie zahlt anders: rund 30 % auf Gesellschaftsebene (ab 2028 sinkend), aber Ausschüttungen kosten zusätzlich Abgeltungsteuer. Bei kleinen Gewinnen, die komplett entnommen werden, fährt das Einzelunternehmen häufig besser — die UG lohnt für Haftungsschutz und Thesaurierung. Der Vergleich ist ein Rechenexempel, kein Bauchgefühl.
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