Die Exit-Tax des § 6 AStG: Wer mit GmbH-Anteilen ab 1 Prozent ins Ausland zieht, versteuert die stillen Reserven wie bei einem fiktiven Verkauf — ohne einen Euro Erlös.
← Alle Begriffe im Steuer-GlossarDie Wegzugsbesteuerung ist der teuerste Überraschungsposten der Auswanderungspläne von GmbH-Gesellschaftern: Eine Beteiligung, die von 25.000 € Stammkapital auf 2 Mio. € Wert gewachsen ist, löst beim Wegzug schnell eine halbe Million Steuer aus — zahlbar aus der Privatschatulle, denn verkauft wurde nichts. Seit der Verschärfung 2022 gilt das auch innerhalb der EU; sieben Jahresraten sind der einzige Trost.
Gestaltung vor dem Wegzug ist Pflicht: von der rechtzeitigen Umstrukturierung (Einbringung in eine Holding-Struktur mit Substanz, GmbH & Co. KG als „Anker“) über die Rückkehrer-Planung bis zur Bewertungsfrage. Wer erst nach dem Umzug fragt, hat die teuersten Optionen bereits verloren — wir rechnen das Szenario vorher durch.